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Fakten
Die KIM- und JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (www.mpfs.de) liefern allgemeine Fakten zur Verbreitung von Handys unter Kinder und Jugendlichen und im Jahr 2008 erstmals spezielle Informationen zum Thema Handygewalt.
KIM-Studie 2008 (6- bis 13-Jährige):
- Bereits jeder fünfte 6- bis 7-Jährige hat ein eigenes Handy.
- Unter den 8- bis 9-Jährigen ist es jeder Dritte.
- Unter den 10- bis 11-Jähjrigen zwei Drittel.
- Beim Eintritt ins Jugendalter (12 bis 13 Jahren) ist ein eigenes Handy bereits eine Selbstverständlichkeit.
- Zwei Drittel der Geräte haben eine Kamera, mit jedem dritten Handy besteht die Möglichkeit, Dateien per Bluetooth auszutauschen.
- Ein Viertel nutzt das Handy als Digitalkamera.
- Das Versenden von Filmen und Bildern ist kaum relevant: Mehr als die Hälfte der Kinder hat dies noch nie ausprobiert und nur ein Siebtel macht dies zumindest einmal pro Woche.
- Im Rahmen der KIM-Studie war keine explizite Befragung von Kindern zu den Themen Gewalt und Pornographie möglich. Deshalb wurden sie gefragt, inwieweit sie schon einmal mit seltsamen oder unangenehmen Dingen auf dem Handy konfrontiert wurden: Nur 3% gaben an, schon einmal so etwas bekommen zu haben.
JIM-Studie 2008 (12- bis 19-Jährige):
- 95% der Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy (unabhängig von Geschlecht oder Bildungshintergrund).
- 9 von 10 Handys haben eine Digitalkamera integriert.
- Etwa vier Fünftel der Jugendlichen können mit dem Handy unterwegs ins Internet gehen oder Daten über Bluetooth tauschen.
- 84% der jugendlichen Handybesitzer ist bekannt, dass per Handy gewalthaltige oder pornographische Bilder und Filme verschickt werden.
- 30% haben dies bereits im eigenen Freundeskreis mitbekommen.
- 7% berichten, selbst schon einmal solche Inhalte auf das Handy geschickt bekommen zu haben.
- Jungen sind wesentlich stärker betroffen als Mädchen, gleiches gilt für Jugendliche mit geringer formaler Bildung.
- 28% der Handybesitzer haben schon einmal mitbekommen, dass Prügeleien oder ähnliche Gewaltszenen mit dem Handy aufgenommen wurden; 6% werten diese als gestellt, 22% erinnern sich, dass es sich um reale Gewalthandlungen handelt.





