Wissen schützt vor Verlust des Ersparten. Mit sechs Richtigen geht’s in die Luft.
17.09.2009
4.500 Bürger beteiligen sich bundesweit am Gewinnspiel der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Gerhard T. aus Heidelberg beantwortet alle sechs Fragen zum sicheren Umgang mit Zahlungskarten richtig. Als Hauptpreis winkt nun ein Rundflug mit dem Polizeihubschrauber.
Stuttgart – Sechs Fragen rund um das Thema „Sicheres Verhalten beim Umgang sowie bei einem Verlust oder Diebstahl von EC- oder Kreditkarten“ mussten beim Online-Quiz der Polizeilichen Kriminalprävention geknackt werden. An dem Gewinnspiel, das im Rahmen der gemeinsamen Aufklärungskampagne „Sicher mit Karte unterwegs“ der Polizei, des Sperr-Notrufs 116 116 und des Einzelhandels ausgerufen worden war, beteiligten sich von Juni 2008 bis März 2009 4.500 Bürger aus dem gesamten Bundesgebiet. Wer auf alle Fragen die richtige Antwort parat hatte, nahm an der Auslosung teil. Über den Hauptpreis konnte sich Gerhard T. aus Heidelberg freuen. Er durfte jetzt seinen Gewinn einlösen und mit dem Polizeihubschrauber einen Rundflug über den Großraum Stuttgart genießen. Der 2. Preis und damit 116 Stunden Fahrspaß mit dem 116 116-Mini-Cooper ging an Evelyn F. aus Frankfurt. Über ein Modell dieses Autos freuten sich weitere acht Gewinner.
Das Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Unbare Zahlungsmittel sind bequem und in der Handhabung sicher. So stieg der Anteil der Kartenzahlungen am Einzelhandelsumsatz in den vergangenen elf Jahren von 23,5 (1997) auf 39,6 Prozent im vergangenen Jahr. Dies entsprach im Jahr 2008 einem Umsatz mit Bank- und Zahlungskarten im Einzelhandel von 130 Mrd. Euro. Damit wird mehr als ein Drittel des Umsatzes über Kartenzahlungen getätigt. Die starke Verbreitung und die hohe Akzeptanz des „Plastikgeldes“ üben aber auch auf Straftäter eine unwiderstehliche Anziehung aus.
113.643 Fälle des Diebstahls von unbaren Zahlungsmitteln und gleichzeitig 66.842 Betrugsfälle mit entwendeten oder sonst rechtswidrig erlangten unbaren Zahlungsmitteln verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2008. Gerade mit geklauten Karten räumen Ganoven reihenweise Konten leer. Den Schaden beziffert die Polizei im Jahr 2008 bundesweit auf über 47 Millionen Euro. Das unrechtmäßige Auslesen und Abspeichern der gesamten (Kreditkarten-)Magnetstreifendaten kann zur späteren Herstellung von Kartendubletten benutzt werden. Darüber hinaus ist es den Tätern möglich, durch Ausspähen der PIN – beispielsweise bei der PIN-Verwendung am Geldautomat oder beim Bezahlen im Geschäft – in deren Besitz zu kommen.
Um die Bevölkerung für einen sicherheitsbewussten Umgang mit (Zahlungs-)Karten zu sensibilisieren, haben Polizei, Banken und der Einzelhandel im Rahmen der Aktion „Sicher mit Karte unterwegs“ 1,8 Millionen Aktionskarten inklusive eines Notfall-Info-Passes zum schnellen Auffinden der Telefonnummer der Sperrhotline 116 116 und der benötigten Kartendaten verteilt.
Der Bedarf an Informationen rund um den sicheren Umgang mit (Zahlungs)-Karten ist nach wie vor ungebremst. Die Akzeptanz der Aktion „Sicher mit Karte unterwegs“ in der Bevölkerung zeigt sich unter anderem an den Nutzerzahlen des bundesweiten Sperr-Notrufs 116 116. Rund 830.000 Anrufer richteten im Jahr 2008 ihre Sperranfragen an 116 116. Das ist ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wie vertraut die Verbraucher mit grundlegenden Sicherheitsregeln beim Gebrauch oder Verlust von EC- oder Kreditkarten sind, konnten sie beim Online-Quiz testen und mit etwas Glück einen der ausgelobten Preise gewinnen. Das Quiz ist weiterhin als Online-Trainer im Internet unter www.polizei-beratung.de eingestellt.
Für einen sicheren Umgang mit (Zahlungs-)Karten rät Ihre Polizei:
- Behandeln Sie Ihre EC- und Kreditkarten so sorgfältig wie Bargeld.
- Lassen Sie Zahlungskarten in der Öffentlichkeit niemals frei zugänglich liegen.
- Ermöglichen Sie anderen Personen nicht, Ihre PIN auszuspähen.
- Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Sie Ihre Karten noch besitzen.
- Wenn Sie Ihre Karte verloren haben oder sie Ihnen gestohlen wurde, sperren Sie diese sofort über den Sperr-Notruf 116 116.
- Melden Sie den Diebstahl zusätzlich Ihrer Polizei.
Weitere Informationen gibt es auf der Aktionskarte mit dem Notfall-Info-Pass und in dem Faltblatt „Vorsicht Karten-Tricks“. Die Medien sind bei jeder Polizeidienststelle erhältlich und neben weiteren Vorbeugungstipps im Internet zum Herunterladen unter www.polizei-beratung.de eingestellt.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Hier können Sie das Pressefoto herunterladen:
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Weitere Informationen
Über die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)
Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) informiert die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und weitere Präventionsträger über aktuelle Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung.
Dies geschieht vor allem durch die Entwicklung und Herausgabe von Massenmedien wie Broschüren und Plakaten, Filmen, PC-Spielen sowie kriminalpräventiver Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Damit werden die örtlichen Polizeidienststellen in ihrer Präventionsarbeit unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de
Über den Sperr-Notruf 116 116
Der Sperr-Notruf 116 116 ist täglich 24 Stunden erreichbar: in Deutschland gebührenfrei unter 116 116. Vom Ausland aus (Landesvorwahl für Deutschland i.d.R. +49 116 116) fallen lediglich die Telefongebühren für die Verbindung nach Deutschland an. Sicher und schnell können mit nur einem Anruf mehrere Karten unterschiedlicher Kartenherausgeber gesperrt werden. Zusätzlich ist der Sperr-Notruf auch unter der Berliner Rufnummer +49 (0) 30 40 50 40 50 zu erreichen und darüber hinaus für sprach- und hörgeschädigte Menschen per Telefax erreichbar. Der Sperr-Notruf 116 116 gilt für Kunden mit Medien, deren Herausgeber sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Dies sind mittlerweile 90 % aller Bankkarten sowie mehrere Unternehmen mit Mitarbeitausweisen und als erster Mobilfunkanbieter die congstar GmbH mit SIM-Karten. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.servodata.de
Über den Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)
Der HDE ist Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband, Interessenvertretung und Dienstleister für den gesamten Einzelhandel:
• rd. 400.000 Unternehmen
• rd. 2,7 Millionen Beschäftigte
• rd. 390 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.
Der Einzelhandel ist nach Industrie und Handwerk der drittgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland. Der HDE hat 100.000 Mitgliedsunternehmen aller Branchen, Standorte und Größenklassen, die gemeinsam über 250 Millionen Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften. Der HDE vertritt die Interessen des Einzelhandels in Deutschland wie in der Europäischen Union. Weitere Informationen finden Sie unter www.einzelhandel.de
Ansprechpartner:
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Herr Harald Schmidt, Zentrale Geschäftsstelle, Taubenheimstrasse 85, 70372 Stuttgart, E-Mail: info@polizei-beratung.de, Telefon: 0711/5401-2062
Betreiber Sperr-Notruf 116 116
SERVODATA GmbH, Herr Daniel Holub, Hahnstraße 48, 60528 Frankfurt, E-Mail: daniel.holub@servodata.de, Telefon: 069/ 2193 668-6913
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)
Herr Ulrich Binnebößel, Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin, E-Mail: binneboessel@hde.de, Telefon: 030/72625-062




